
Kronen Zeitung
HAT GROSSEN RESPEKT
Ghana-Coach erwartet intensives Duell mit ÖFB-Team
Ghanas Teamchef Otto Addo blickt dem Testspiel am Freitag (18 Uhr) im Wiener Happel-Stadion gegen Österreich erwartungsfroh entgegen. Das Duell werde für beide WM-Starter wichtige Aufschlüsse im Hinblick auf die Endrunde in Nordamerika bringen, erklärte der gebürtige Deutsche am Donnerstag. Er sei auf ein „interessantes und intensives“ Match eingestellt und habe großen Respekt vor ÖFB-Coach Ralf Rangnick.
„Er ist in Deutschland eine Koryphäe, hat für Furore gesorgt, als er in Deutschland die Viererkette eingeführt hat, als alle noch mit Libero und Vorstopper gespielt haben. Er hat sich einen großen Namen gemacht und ist ein sehr guter Trainer“, sagte Addo über Rangnick. Beinahe hätte der 50-Jährige selbst unter Rangnick gespielt – laut Addo wollte ihn Österreichs Nationaltrainer Ende der 1990er-Jahre zu Stuttgart holen, der einstige Mittelfeldspieler entschied sich aber für Borussia Dortmund.
Mittlerweile sitzt Addo seit fast zwei Jahren auf Ghanas Trainerbank und hofft nun auf einen Erfolg gegen das ÖFB-Team. Das Länderspiel der „Black Stars“ am Montag in Stuttgart gegen Deutschland spielt für den Coach nach eigenen Angaben derzeit keine Rolle. „Wir denken nicht an Deutschland, unser voller Fokus liegt auf Österreich. Wir wollen dieses Spiel gewinnen.“
Addo von ÖFB-Mittelfeld beeindruckt
Leicht werde es jedoch nicht, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, gestand Addo. „Ich bin ein großer Fan von Alaba, aber besonders beeindruckend ist das Mittelfeld der Österreicher mit der Laufintensität. Das machen sie sehr gut, da müssen wir wirklich aufpassen“, meinte Addo und warnte generell vor dem hohen Pressing der Österreicher. „Sie spielen sehr physisch mit hoher Intensität und vielen Sprints.“
Rangnick hatte die Wahl Ghanas als Testspiel-Gegner auch damit begründet, sich besser auf den WM-Kontrahenten Algerien einstellen zu können. Laut Addo sind beide Teams tatsächlich vergleichbar. „Von den Spielertypen her und was Intensität und Resilienz angeht, sind die Algerier ähnlich wie wir.“
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